Aniela Bockemühl

Kinder brauchen Beziehungsräume, in denen sie sich wohlfühlen und entwickeln können. Dabei sollen die Eltern Unterstützung erfahren, um auch außergewöhnliche und schwierige Phasen ihrer Kinder sicher zu begleiten.

In der Entwicklung von Kindern tauchen immer wieder kleine und große  Fragen auf. Viele lösen sich von selber, einige können wir im Rahmen der Familie und mit Freunden beantworten. Andere aber sind so belastend, dass ein oder mehrere Familienmitglieder erheblich darunter leiden. Dann erscheint es sinnvoll, die Situation mit weiter außenstehenden Personen zu reflektieren, um durch eine neue Sichtweise der Lösung näher zu kommen.




Jesper Juul drückt es folgendermaßen aus:


„Meiner Meinung nach gibt es gar keine Erziehungsexperten...

Worüber ich etwas weiß, ist, was man tun kann, wenn man nicht zufrieden ist, wenn man wütend oder traurig oder genervt ist...

Das sogenannte Problem oder Symptom ist dabei nicht so wichtig. Wichtig ist die Person, die das Symptom trägt. Wir können das Problem nicht lösen, wir können jedoch Menschen darin unterstützen, destruktive Systeme, Perspektiven und Verhalten, ins Konstruktive zu wandeln.“*



*Juul, Jesper, Pubertät. Wenn  erziehen nicht mehr geht. Gelassen durch stürmische Zeiten, München 2010, S. 13.

Heilpädagogin, Erzieherin